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Beleuchtungsvorschriften (Deutschland)

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In Deutschland ist für den Betrieb eines Fahrrads im öffentlichen Straßenverkehr der Aufbau der Fahrradbeleuchtung gesetzlich in §67[1] StVZO (Lichttechnische Einrichtungen an Fahrrädern), sowie in den TA 4 (Bautechnische Anforderungen), 6 (Lampen), 14b (Schlußleuchten für Fahrräder und ihre Anhänger), 14c (Begrenzungsleuchten), 18 (Rückstrahler), 18a (Retroreflektierende Streifen an Reifen von Fahrrädern), 23 (Scheinwerfer für Fahrräder) und 24 (Fahrradlichtmaschinen)[2] geregelt. Eine seit 1998 diskutierte Fahrradausrüstverordnung (FAusrüstV) mit Änderungen einiger dieser Vorschriften wurde 2006 vom Bundesrat abgelehnt.[3]

VorschriftenBearbeiten

Vorgeschrieben sind nach § 67 StVZO:

  • eine Lichtmaschine mit einer Nennleistung von mindestens 3 W und einer Nennspannung von 6 V oder einer Batterie mit einer Nennspannung von 6V (ohne Leistungsangabe) oder ein wiederaufladbarer Energiespeicher (ohne Angaben zu Spannung oder Leistung);
  • ein nach vorn wirkender Scheinwerfer für weißes Licht;
  • mindestens ein nach vorn wirkender weißer Rückstrahler;
  • eine Schlussleuchte für rotes Licht, deren niedrigster Punkt der leuchtenden Fläche sich nicht weniger als 250 mm über der Fahrbahn befindet;
  • mindestens ein roter Rückstrahler, dessen höchster Punkt der leuchtenden Fläche sich nicht höher als 600 mm über der Fahrbahn befindet;
  • ein mit dem Buchstaben "Z" gekennzeichneter roter Großflächen-Rückstrahler (die Schlussleuchte sowie einer der Rückstrahler dürfen in einem Gerät vereinigt sein);
  • nach vorn und nach hinten wirkende gelbe Rückstrahler an den Fahrradpedalen
  • mindestens zwei um 180° versetzt angebrachte, nach der Seite wirkende gelbe Speichenrückstrahler an den Speichen des Vorderrades und des Hinterrades oder ringförmig zusammenhängende retroreflektierende weiße Streifen an den Reifen oder in den Speichen des Vorderrades und des Hinterrades.

Außerdem sind zulässig

  • eine zusätzliche, auch im Stand wirkende Schlussleuchte für rotes Licht,
  • zusätzliche nach der Seite wirkende gelbe rückstrahlende Mittel.

Das Verbot nicht vorgeschriebener oder nicht zugelassener lichttechnischer Einrichtungen nach § 67 Abs. 2 StVZO und die explizite Auflistung in den Absätzen 3 bis 9 scheint sehr einengend, doch gibt es vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zugelassene Kombinationen wie Rücklichter, die Rücklicht und Standlicht in einer einzigen Leuchte vereinigen oder Fahrradscheinwerfer, die nach vorn eine Standlichtfunktion und einen integrierten Rückstrahler haben.

Ausnahmen gelten für Rennräder, deren Gewicht nicht mehr als 11 kg beträgt:

  • Der Scheinwerfer und die vorgeschriebene Schlussleuchte müssen nicht fest am Fahrrad angebracht sein; sie sind jedoch mitzuführen und wenn erforderlich zu benutzen.
  • Scheinwerfer und Schlussleuchte brauchen nicht zusammen einschaltbar zu sein.
  • Es darf auch ein Scheinwerfer niedrigerer Nennspannung als 6 V mitgeführt werden.

Des Weiteren sind Rennräder für die Dauer der Teilnahme an Rennen von den Vorschriften zur Beleuchtung befreit.

Alle benutzten lichttechnischen Einrichtungen müssen das deutsche Prüfzeichen tragen. Diese Zulassung wird vom KBA vergeben und besteht aus einer Wellenlinie, dem Großbuchstaben K und einer Nummer. Bei Fahrrädern ohne Befestigungselementen am Rahmen ist eine Verwendung von abnehmbar aufgeklemmten Leuchten zulässig, aber sie dürfen sich nicht unbeabsichtigt verstellen. Bei einer Kontrolle können Polizisten Leuchten ohne Prüfzeichen nicht tolerieren, denn es wäre ein Ermessensfehler, deshalb sehen sie oft nicht genau hin, wenn etwas leuchtet.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Fahrradbeleuchtung“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 22. Februar 2009 (Permanentlink) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Die Versionshistorie mit genauer Angabe der Autoren der Wikipedia ist außerdem im Fahrrad-Wiki im Artikel Beleuchtung verfügbar: Permanentlink der Version vom 22. Februar 2009.

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